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Salzwelten für zu Hause

Westfaelische Salzwelten / Museumspädagogik / Salzwelten für zu Hause

Hier finden Sie spannende Experimente und Bastelanleitungen für zu Hause. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Salzteig-Schmuck

Anleitung zum Basteln eines Anhängers

Material:
- 2 Teile Mehl
- 2 Teile feines Salz
- 1 Teil Wasser
- Lebensmittelfarbe
- Muscheln, kleine Steine, Meersalz oder ähnliches
- Zahnstocher
- einen dickeren Wollfaden oder ein Lederband

Durchführung:
- Vermengt 2 Teile Mehl, 2 Teile Salz und 1 Teil Wasser miteinander.
- Gebt für eure Wunschfarbe etwas Lebensmittelfarbe hinzu und knetet fleißig.
- Tipp: Wenn euer Salzteig zu klebrig wird, gebt noch etwas Mehl hinzu.
- Wenn alles gut vermengt ist, könnt ihr einzelne Anhänger aus dem Teig formen.
- Nun drückt ihr eure Muschel, euren Stein oder das Salz in dem Teig fest.
- Mithilfe eines Zahnstochers bohrt ihr ein kleines Loch in den Anhänger, wo später das Band durchgefädelt wird.
- Entweder brennt ihr den Teig nun bei 120-150°C für 30 Minuten im Backofen oder ihr lasst ihn über Nacht (tagsüber am besten in der Sonne) trocknen.
- Zum Schluss fädelt ihr euren Anhänger noch auf das Band und fertigt ist eure neue Kette!

Der Seifenmotor

Der einfachste Antrieb der Welt

Material:
- Stück Seife
- Flüssigkleber, Schere
- Papier
- Streichholzschachtel
- Klebeband
- Schüssel / Wanne mit Wasser

Durchführung:
- Aus dem Papier schneidet ihr ein dreieckiges Segel zu und klebt es an ein Streichholz.
- Dann umwickelt ihr die Streichholzschachtel mit Klebeband und klebt auf die Hälfte der unteren Seite das Seifenstück fest. Oben befestigen wir den Segelmast.
- Nun setzt ihr das Schiff vorsichtig in eine mit Wasser befüllte Schüssel oder Wanne.

Was passiert?:
- Das Schiffchen fährt scheinbar wie von Geisterhand über das Wasser.

Warum?:
- Die Seife löst sich im Wasser auf und die Seifenteilchen zerstören dabei die Struktur der zuvor geordneten Wasserteilchen.
- Die Oberflächenspannung des Wassers wird dadurch herabgesetzt und die Wasserteilchen geraten in Bewegung.
- Das Schiff wird durch das Zurückdrängen der Wasserteilchen nach vorne gestoßen, sodass es über das Wasser zu fahren scheint.

PS: Wenn eure Schiffchen etwas schneller über das Wasser gleiten sollen, dann gebt noch etwas Spülmittel zum Wasser hinzu.

Ein Wurfspiel für Groß und Klein

Eine Spielidee für die Geschicklichkeit und Bewegungskoordination

Material:
- 5 Papierteller (für 2 Frisbees)
- Filzstifte
- Flüssigkleber
- Klebeband
- leere Küchenrolle
- Schere

Durchführung:
- Für eine selbstgebastelte Frisbee benötigt ihr 2 Pappteller, deren Tellerränder ihr von der Rückseite bemalt.
- Nun schneidet ihr vorsichtig den mittleren Kreis des Tellers heraus und klebt die beiden Tellerinnenflächen zusammen. Der Kleber muss gut trocknen.
- Für den 2. Teller wiederholt ihr die ersten beiden Schritte. Wenn ihr später beim Wurfspiel gegeneinander antreten möchtet, nutzt am besten für die Frisbees unterschiedliche Farben.
- Für den Wurfständer bemalt ihr nun noch die leere Küchenrolle und eine Tellerrückseite.
- Zeichnet dann ein Kreuz in die Tellermitte und schneidet es ein, aber nicht größer als die runde Fläche der Papierrolle.
- Steckt zum Schluss die Rolle von oben in den Teller und befestigt alles mit Klebestreifen.

Nun kann das Wurfspiel starten: Ziel ist es, mit den Frisbees aus einiger Entfernung den Ständer zu erreichen. Für das Treffen des Zieles werden Punkte vergeben, die ihr zuvor ausmacht. Viel Spaß!

Cola-Fontäne

Material:
- zwei große Flaschen Cola-Light
- sechs Mentos
- Steinsalzbrocken
- Faden
- Papier, Kleber

Durchführung:
- Falls die Steinsalzbrocken nicht durch den Flaschenhals passen, könnt ihr diese mit dem Hammer etwas verkleinern. Mehrere kleine Brocken bindet ihr hintereinander an einen Faden. Die Kette hängt ihr in eine Getränkeflasche, ohne die Flüssigkeit zu berühren.
- Mit dem Papier baut ihr eine Rolle, in die die 6 Mentos passen. Dann legt ihr ein weiteres Blatt Papier auf den zweiten Flaschenhals und stellt die Mentos-Rolle dort drauf.
- Nun lasst ihr den Bindfaden los und zieht das Papier zwischen Flaschenhals und Mentosrolle weg. Nun bringt euch schnell in Sicherheit.

Was passiert?:
- Innerhalb von wenigen Sekunden bildet sich extrem viel Schaum und die Cola schießt wie eine Fontäne aus der Flasche. Die beiden Geysirs sind jedoch unterschiedlich hoch.

Warum?:
- Das Getränk ist mit Kohlendioxid stark übersättigt, der größte Teil löst sich dabei im Wasser. Beim Hineingeben der beiden Stoffe wird dieses Gas aus der Flüssigkeit gelöst und Schaum entsteht, der explosionsartig aus der Flasche entweicht.
- Warum Cola Light?: Besonders in Cola Light oder Zero wird mehr Kohlendioxid eingepresst, da diese Lösung aufgrund ihres niedrigen Zuckergehaltes die Kohlensäure nicht so gut halten kann wie normale Cola. Am besten verwendet ihr zusätzlich noch warme Cola Light, die kann CO₂ nämlich weniger gut festhalten als eine kalte Flüssigkeit.
- Warum Steinsalzbrocken und Mentos?: Durch das Hinzufügen dieser Stoffe wird jeweils eine Reaktion hervorgerufen: Damit das gelöste Kohlendioxid Gasblasen bildet, wird eine Oberfläche benötigt, an der sich die einzelnen CO₂-Teilchen zusammenfinden. Besonders eignen sich dazu Mentos und Steinsalzbrocken, denn ihre scheinbar glatte Oberfläche ist sehr rau und sieht unter dem Mikroskop aus wie eine Mondlandschaft. An diesen vielen kleinen Löchern und Vertiefungen findet die Nukleation statt, also der Phasenübergang des Kohlendioxids von flüssig zu gasförmig. Hier bilden sich plötzlich viele CO₂-Bläschen, wenn die Mentos oder die Brocken in die Flüssigkeit fallen. Dabei vergrößert sich das Volumen schlagartig, setzt beim Aufsteigen der Gasbläschen eine Kettenreaktion los und das Gas reißt die Cola mit sich, die schlagartig als Fontäne in die Luft geschleudert wird.
- Die Stoffe Steinsalz und Mentos dienen hier als Katalysator, da sie die Reaktion beschleunigen, ohne sich dabei selbst zu verändern.

!Achtung!
Den Versuch nur im Freien durchführen, denn es wird spritzig. Und als Schutzausrüstung empfehlen wir einen Regencape!

Marokkanische Salzzitronen

 Ihr braucht:
- ein großes Glas
- 7 Bio-Zitronen
- 80 g grobes Meersalz

So geht´s:
- Sechs Zitronen abwaschen und den Stielansatz entfernen. Zitronen über Kreuz tief einschneiden, jedoch nicht ganz durchschneiden.
- Grobes Meersalz in die Einschnitte geben und in das Glas legen (vorher durch Auskochen sterilisieren, so halten die Zitronen länger).
- Die übrige Zitrone auspressen und den Saft, gemischt mit dem restlichen Salz, über die Zitronen gießen. Mit kochendem Wasser auffüllen, bis die Zitronen bedeckt sind, und das Glas verschließen.
- Nach drei Wochen sind die Zitronen gut durchgezogen und die Schalen geben jedem Fisch-, Fleisch- und Gemüsegericht eine fruchtig-herbe Note. Die Flüssigkeit der eingelegten Salzzitronen kann in Salatsauce und Dips gegeben werden. Salzzitronen halten auch geöffnet mehrere Wochen.

Grußkarten zum Verschenken

Anleitung für individuelle Grußkarten

Material:
- Pappteller
- buntes Papier
- Kleber, Schere
- Schablonen (Die Vorlagen können hier heruntergeladen werden)
- Stanzer (wenn vorhanden)
- Glitzer oder Glitzerstifte

Durchführung:

- Den geriffelten Rand des Papptellers abschneiden
- Das ausgeschnittene Innere des Tellers in die gewünschte Form schneiden (Herz- und Sternvorlage können hier heruntergeladen werden)
- Die ausgeschnittene Vorlage auf buntes Papier übertragen und ausschneiden
- Die beiden Vorlagen nun zusammenkleben.
- Übertrage nun die Schilderschablonen auf buntes Papier, schneide sie aus und klebe sie auf deine Grußkarte.
- Beschrifte das Schildchen nun mit einer kleinen Botschaft oder Glückwünschen.
- Zum Schluss kannst du die Karte noch mit Glitzerkleber und ausgestanzten Formen verzieren oder selbst etwas hinzumalen.

!Achtung!
Achte darauf, dass der Glitzerkleber gut trocknet, damit dein kleines Kunstwerk nicht verschmiert.

Lava-Lampe

Anleitung zum Bau einer brodelnden Lampe

Material:
- 1 Flasche Speiseöl
- Lebensmittelfarbe auf Wasserbasis
- Wasser (nach Bedarf)
- eine Brausetablette, z.B. Vitamin C
- 1 durchsichtige Flasche oder 1 Einmach-Glas mit Schraubdeckel

Durchführung:
- Befülle deine Flasche oder dein Glas zur Hälfte mit Wasser, das du zuvor mit der Lebensmittelfarbe eingefärbt hast.
- Gieß anschließend so viel Öl nach, bis der Behälter voll ist.
- Wirf dann eine halbe Brausetablette hinein und mach einen Schritt zurück.

Was passiert?:
- Zu Beginn bleibt das Öl auf dem Wasser stehen: es bilden sich zwei Schichten.
- Die Brausetablette fängt erst an zu schäumen, wenn sie das Wasser erreicht hat. Auf einmal steigt das farbige Wasser in das Öl auf.
- Nach einer Weile sinkt das Wasser wieder ab und übrig bleiben wieder zwei voneinander getrennte Schichten.
- Schritt 3 könnt ihr beliebig oft wiederholen.

Warum?:
- Wasser hat eine höhere Dichte als Öl, sodass das Wasser zu Boden sinkt und das Öl darauf stehen bleibt.
- Wenn die Brausetablette an zu schäumen fängt, wird das Gas Kohlendioxid an das Wasser abgegeben, wodurch die Dichte verringert wird. So kann es in die Ölschicht aufsteigen.
- Wenn das Kohlendioxid oben angekommen ist, wird es an die Umgebung abgegeben und verlässt euren Behälter. Auch das Wasser sinkt nun wieder ab.
- Da Öl hydrophod (= wasserabweisend) und Wasser lipophob (= ölabweisend) sind, kommt es auch beim Aufsteigen des Wassers zu keiner Vermischung der Stoffe.

Blüten zum Muttertag

Anleitung für Blütenblätter und Blütenkränze aus Klorollen

Material:
- eine oder mehrere leere Klopapierrollen
- Lineal
- Schere, Kleber, Stift
- nach Bedarf: (Geschenk)Band, Farbe

Durchführung:
- Markiert mit dem Lineal die Schnittlinien in 2cm breitem Abstand.
- Schneidet die kleinen Rollen nun ab. Für eine Blüte benötigt ihr fünf Stück.
- Legt sie nun zu einer Blüte, indem die fünf Enden in der Blütenmitte aufeinandertreffen. Diese klebt ihr zusammen.
- Aus mehreren Blüten könnt ihr anschließend einen Krank bilden. Dazu müsst ihr die jeweiligen Blütenenden einander kleben.
- Größere Blüten erhaltet ihr, wenn ihr in die Zwischenräume weitere kleinen Rollen einfügt.
- Wenn ihr mögt, könnt ihr die Blüten auch bunt anmalen, am besten vor dem Zusammenkleben.

Die Blüten sehen besonders gut im Fenster aus: Dafür müsst ihr nur noch mit dem Band eine Aufhängung knoten. Viel Freude beim Verschenken an Muttertag!

Eselturner – Manege frei!

Anleitung zum Bau eines Esel-Turners

Material:
- 2 dicke Pappen oder Karton
- 2 leere Küchenpapierrollen
- 2 Gummibänder
- Malfarbe, Pinsel oder Buntstifte
- Schere, (Heiß)Kleber, Stift

Durchführung:
- Auf die 1. Pappe den Esel aufzeichnen und ausschneiden. (Die Vorlage kann hier heruntergeladen werden.)
- Esel, die beiden Rohre, die als Turnstange dienen, und die 2. Pappe nach Belieben bunt anmalen. Farbe gut trocknen lassen.
- Die beiden Rollen auf der 2. Pappe festkleben, jeweils mittig am linken und rechten Rand.
- Piekst mit der Schere ein Loch in die ausgestreckten Hufen, fädelt je ein Gummiband hindurch, zieht das Gummibund mithilfe einer Schlaufe an der Hufe fest und macht den Esel mit dem anderen Ende des Gummibandes an den Turnstangen fest.
- Fertig! Dreht den Esel nun mehrmals über Kopf und lasst die Eselfigur los. Der Eselturner turnt, was das Zeug hält!

Backpulver-Kanone

Material:
- 1 Plastikflasche mit leicht verschließbarem Korken (am besten ein Gummi-Stopfen)
- Essig
- Backpulver
- runde Bleistifte
- stabile, dünne Pappe oder dünne Styroporplatte
- 1 Serviette

Durchführung:
- Füllt so viel Essig in die Flasche, dass die Flüssigkeit den Boden der Flasche bedeckt, aber nicht herausfließt, wenn sie liegt.
- Legt die noch offene Flasche auf einige runde Bleistifte, die als Rollen dienen. (Viele Plastikflaschen sind geriffelt und rollen deshalb nicht. In diesem Fall legt ihr ein Stück stabile, dünne Pappe o.ä. auf die Rollen.)
- In die auseinandergefaltete Serviette Backpulver füllen (etwa ein halbes Tütchen) und die Serviette wieder verschließen.
- Jetzt das befüllte Servietten-Päckchen in die Flasche schieben, sodass es in dem Essig schwimmt.
- Korken schnell, aber nicht fest verschließen und abwarten!

Was passiert?:
- Die Serviette wird vom Essig durchtränkt und dabei kommt das Backpulver in Kontakt mit dem Essig.
- Nach kurzer Zeit wird der Korken mit Schwung aus der Flasche gedrückt. (Tipp: Seid geduldig, manchmal dauert es eine Weile.)
- Die Flasche rollt auf den Bleistiften in die entgegengesetzte Richtung des Korkens.

Warum?:
- Das Backpulver reagiert mit dem Essig, wenn dieser die Serviette durchtränkt. Dabei entsteht das Gas Kohlendioxid, erkennbar an der Schaum- und Blasenbildung.
- Dadurch steigt der Druck in der Flasche, es entsteht ein Überdruck: Der Korken wird nach außen gedrückt und fliegt weg.
- Da von der Flasche ein Teil ihrer Masse fortgeschleudert wird, entsteht ein Rückstoß. Die Flasche mit der restlichen Masse bewegt sich immer in die entgegengesetzte Richtung als der fortgeschleuderte Korken. Die Flasche bewegt sich mit der gleichen Kraft nach vorne, mit der das Gas nach hinten ausströmt.
- Der Rückstoß ist umso deutlicher zu erkennen, je leichter der zurückgestoßene Körper ist.

Das Prinzip des Rückstoßes finden wir auch in der Natur und im Alltag: beim Raketenantrieb, beim Schießen mit einem Gewehr oder bei einem Tintenfisch, der sich nach diesem Prinzip fortbewegt. Der Rückstoßantrieb ist übrigens die praktische Anwendung des dritten Newtonschen Gesetzes: jede Kraft hat eine gleich große Gegenkraft.

!Achtung!
Obwohl Haushaltsessig verwendet wird, ist Vorsicht bei diesem Experiment oberstes Gebot, denn es handelt sich um eine Säure. Aus diesem Grund den Versuch nur im Beisein der Eltern durchführen.

Das „springende“ Gummi-Ei

Material:
- 1 hart gekochtes Ei
- 2 rohe Eier
- Essig
- 3 Gläser

Durchführung:
- Legt die Eier jeweils in ein Glas. Das Glas mit dem gekochten Ei und ein Glas mit einem rohen Ei wird mit Essig angefüllt, bis das Ei bedeckt ist. Das zweite rohe Ei wird mit Wasser übergossen. Nun müsst ihr 24-48 Stunden warten.
- Nehmt die Eier vorsichtig aus den Flüssigkeiten und spült sie ab.
- Lasst nun die beiden rohen Eier abwechselnd in ein Waschbecken oder eine abwaschbare Unterlage fallen. Die Anfangshöhe liegt bei 10 cm und startet jedes Mal weitere 5 cm höher.

Was passiert?:
- Während bei dem rohen Ei in Wasser nichts passiert, bilden sich bei den Eiern in Essig Luftblasen an der Schale, die dann langsam an die Oberfläche sprudeln.
- Nach ein paar Stunden beginnt sich die Schale abzulösen und das Ei wird gummiartig.
- Wird das rohe Ei ohne Schale nun fallen gelassen, springt es wieder nach oben. Lässt man es aus zu großer Höhe fallen, platzt es und das Eiweiß läuft aus der Eihaut.

Warum?:
- Die Essigsäure reagiert mit dem Calciumcarbonat der Eierschale, wobei Kohlendioxid freigesetzt wird. Das ist ein aufsteigendes Gas, also die kleinen Luftbläschen.
- Das zurückgebliebene Calcium wird nun von der Flüssigkeit gelöst.
- Zum Vorschein kommt die Membran, die äußere weiche Haut, die das Eiweiß umgibt.
- Wenn man lange genug wartet, fällt noch auf, dass das rohe Ei ohne Schale regelrecht „aufgepumpt“ wirkt, also größer geworden ist: Denn durch die Hautmembran kann Wasser in das Ei dringen, wodurch das Ei stramm wird, aber gleichzeitig elastisch bleibt. (Dies funktioniert nicht bei gekochten Eiern, da die Hitze beim Kochen die Membran und das Eiweiß zerstört hat.)
- Durch diese Elastizität verhält sich das Ei wie ein Gummiball, wenn man es fallen lässt. Fällt es aus zu großer Höhe hinab, verformt der flüssige Inhalt die Eihaut so stark, dass sie platzt.

!Achtung!:
Obwohl Haushaltsessig verwendet wird, ist Vorsicht bei diesem Experiment oberstes Gebot, denn es handelt sich um eine Säure. Aus diesem Grund am besten eine Schutzbrille und Handschuhe tragen und den Versuch nur im Beisein der Eltern durchführen.

Hasen aus Klorollen

Anleitung zum Bau einer Hasen-Marionette

Material:
- 1 leere Klopapierrolle
- Faden (2 Stärken)
- 2 Strohhalme
- 4 Kugeln (alternativ Eicheln, kleine Steine, …)
- Stock
- Prickelnadel
- Schere, Kleber, Stift

Durchführung:
- Zwei Hasenohren auf Papier aufzeichnen und ausschneiden.
- Hasengesicht auf die obere Hälfte der Klorolle mit einem dicken Stift zeichnen.
- Vier Fäden von dem dickeren Garn abschneiden.
- Die beiden Strohhalme in acht gleichgroße Stücke schneiden.
- Nun nimmst du einen Faden und machst in das Ende ein Knoten. Dann fädelst du eine Kugel und zwei Strohhalme-Stücke auf. Das wiederholst du insgesamt viermal.
- Mit der Prickelnadel machst du fünf Löcher in die Rolle: Zwei am unteren Rand für die Beine, je eins links und rechts neben dem Gesicht für die Augen und eins auf der Rückseite für die Aufhängung.
- Dann fädelst du die Arme durch die entsprechenden Löcher und verklebst die Schnur in der Rolle mit Tesafilm.
- Dasselbe machst du mit den Beinen, nur das die Schnurenden hier verknotet werden.
- Von dem dünneren Garn benötigen wir drei Fäden. Diese knotest du am Ende der Arme fest und eins fädelst du durch die Aufhängung.
- An das andere Ende der dünneren Fäden legst du nun die Stock. An diesem befestigst du die jeweiligen Enden. Achte darauf, dass die Arme auf einer Höhe sind.

Nun ist deine Marionette fertig. Natürlich kannst du die Klopapierrolle auch bemalen oder andere Tiere basteln. Sei kreativ und viel Spaß beim Aufführen deines eigenen Puppentheaters!

Das Ei in der Flasche

Material:
- 1 hart gekochtes Ei
- 1 Glasflasche (z.B. eine Milchflasche, Flaschenhals muss etwas enger als der Durchmesser des Eies sein)
- heißes Wasser
- Eiswürfel
- 2 Schüssel

Durchführung:
- Das heiße Wasser in die Milchflasche fühlen und das hart gekochte Ei auf den Flaschenhals legen und leicht drücken, um zu demonstrieren, dass das Ei wirklich nicht in die Flasche passt.
- Das heiße Wasser ausgießen und die Flasche in eine Schale mit Eiswürfeln stellen. Das hart gekochte Ei wieder auf den Flaschenhals legen.

Was passiert?:
- Nach kurzer Zeit wird das Ei (scheinbar von Geisterhand) langsam durch den Flaschenhals gezogen.

Warum?:
- Durch das heiße Wasser werden die Flasche und damit auch die Luft in der Flasche aufgeheizt, wodurch sich die Luftmoleküle ausdehnen.
- Dann wird der Flaschenhals durch das Ei luftdicht verschlossen, so dass keine Luft von außen in die Flasche gelangen kann, und gleichzeitig wird die Flasche in Eiswürfel gestellt. Wenn dadurch die Luft in der Flasche abkühlt, ziehen sich die Luftmoleküle zusammen, da warme Luft mehr Raum einnimmt als warme. Hierdurch entsteht ein Unterdruck in der Flasche, so dass das Ei in die Flasche gezogen wird.

Das Ei aus der Flasche:
- Um das Ei wieder aus der Flasche zu bekommen, den Flaschenhals nach unten halten und heißes Wasser darüber gießen.
- Dadurch dehnen sich die Luftmoleküle in der Flasche wieder aus und drücken das Ei heile aus dieser heraus.