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Salzwelten für zu Hause

Westfaelische Salzwelten / Museumspädagogik / Salzwelten für zu Hause

Hier finden Sie spannende Experimente und Bastelanleitungen für zu Hause. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Grußkarten zum Verschenken

Anleitung für individuelle Grußkarten

Material:
- Pappteller
- buntes Papier
- Kleber, Schere
- Schablonen (Die Vorlagen können hier heruntergeladen werden)
- Stanzer (wenn vorhanden)
- Glitzer oder Glitzerstifte

Durchführung:

- Den geriffelten Rand des Papptellers abschneiden
- Das ausgeschnittene Innere des Tellers in die gewünschte Form schneiden (Herz- und Sternvorlage können hier heruntergeladen werden)
- Die ausgeschnittene Vorlage auf buntes Papier übertragen und ausschneiden
- Die beiden Vorlagen nun zusammenkleben.
- Übertrage nun die Schilderschablonen auf buntes Papier, schneide sie aus und klebe sie auf deine Grußkarte.
- Beschrifte das Schildchen nun mit einer kleinen Botschaft oder Glückwünschen.
- Zum Schluss kannst du die Karte noch mit Glitzerkleber und ausgestanzten Formen verzieren oder selbst etwas hinzumalen.

!Achtung!
Achte darauf, dass der Glitzerkleber gut trocknet, damit dein kleines Kunstwerk nicht verschmiert.

Lava-Lampe

Anleitung zum Bau einer brodelnden Lampe

Material:
- 1 Flasche Speiseöl
- Lebensmittelfarbe auf Wasserbasis
- Wasser (nach Bedarf)
- eine Brausetablette, z.B. Vitamin C
- 1 durchsichtige Flasche oder 1 Einmach-Glas mit Schraubdeckel

Durchführung:
- Befülle deine Flasche oder dein Glas zur Hälfte mit Wasser, das du zuvor mit der Lebensmittelfarbe eingefärbt hast.
- Gieß anschließend so viel Öl nach, bis der Behälter voll ist.
- Wirf dann eine halbe Brausetablette hinein und mach einen Schritt zurück.

Was passiert?:
- Zu Beginn bleibt das Öl auf dem Wasser stehen: es bilden sich zwei Schichten.
- Die Brausetablette fängt erst an zu schäumen, wenn sie das Wasser erreicht hat. Auf einmal steigt das farbige Wasser in das Öl auf.
- Nach einer Weile sinkt das Wasser wieder ab und übrig bleiben wieder zwei voneinander getrennte Schichten.
- Schritt 3 könnt ihr beliebig oft wiederholen.

Warum?:
- Wasser hat eine höhere Dichte als Öl, sodass das Wasser zu Boden sinkt und das Öl darauf stehen bleibt.
- Wenn die Brausetablette an zu schäumen fängt, wird das Gas Kohlendioxid an das Wasser abgegeben, wodurch die Dichte verringert wird. So kann es in die Ölschicht aufsteigen.
- Wenn das Kohlendioxid oben angekommen ist, wird es an die Umgebung abgegeben und verlässt euren Behälter. Auch das Wasser sinkt nun wieder ab.
- Da Öl hydrophod (= wasserabweisend) und Wasser lipophob (= ölabweisend) sind, kommt es auch beim Aufsteigen des Wassers zu keiner Vermischung der Stoffe.

Blüten zum Muttertag

Anleitung für Blütenblätter und Blütenkränze aus Klorollen

Material:
- eine oder mehrere leere Klopapierrollen
- Lineal
- Schere, Kleber, Stift
- nach Bedarf: (Geschenk)Band, Farbe

Durchführung:
- Markiert mit dem Lineal die Schnittlinien in 2cm breitem Abstand.
- Schneidet die kleinen Rollen nun ab. Für eine Blüte benötigt ihr fünf Stück.
- Legt sie nun zu einer Blüte, indem die fünf Enden in der Blütenmitte aufeinandertreffen. Diese klebt ihr zusammen.
- Aus mehreren Blüten könnt ihr anschließend einen Krank bilden. Dazu müsst ihr die jeweiligen Blütenenden einander kleben.
- Größere Blüten erhaltet ihr, wenn ihr in die Zwischenräume weitere kleinen Rollen einfügt.
- Wenn ihr mögt, könnt ihr die Blüten auch bunt anmalen, am besten vor dem Zusammenkleben.

Die Blüten sehen besonders gut im Fenster aus: Dafür müsst ihr nur noch mit dem Band eine Aufhängung knoten. Viel Freude beim Verschenken an Muttertag!

Eselturner – Manege frei!

Anleitung zum Bau eines Esel-Turners

Material:
- 2 dicke Pappen oder Karton
- 2 leere Küchenpapierrollen
- 2 Gummibänder
- Malfarbe, Pinsel oder Buntstifte
- Schere, (Heiß)Kleber, Stift

Durchführung:
- Auf die 1. Pappe den Esel aufzeichnen und ausschneiden. (Die Vorlage kann hier heruntergeladen werden.)
- Esel, die beiden Rohre, die als Turnstange dienen, und die 2. Pappe nach Belieben bunt anmalen. Farbe gut trocknen lassen.
- Die beiden Rollen auf der 2. Pappe festkleben, jeweils mittig am linken und rechten Rand.
- Piekst mit der Schere ein Loch in die ausgestreckten Hufen, fädelt je ein Gummiband hindurch, zieht das Gummibund mithilfe einer Schlaufe an der Hufe fest und macht den Esel mit dem anderen Ende des Gummibandes an den Turnstangen fest.
- Fertig! Dreht den Esel nun mehrmals über Kopf und lasst die Eselfigur los. Der Eselturner turnt, was das Zeug hält!

Backpulver-Kanone

Material:
- 1 Plastikflasche mit leicht verschließbarem Korken (am besten ein Gummi-Stopfen)
- Essig
- Backpulver
- runde Bleistifte
- stabile, dünne Pappe oder dünne Styroporplatte
- 1 Serviette

Durchführung:
- Füllt so viel Essig in die Flasche, dass die Flüssigkeit den Boden der Flasche bedeckt, aber nicht herausfließt, wenn sie liegt.
- Legt die noch offene Flasche auf einige runde Bleistifte, die als Rollen dienen. (Viele Plastikflaschen sind geriffelt und rollen deshalb nicht. In diesem Fall legt ihr ein Stück stabile, dünne Pappe o.ä. auf die Rollen.)
- In die auseinandergefaltete Serviette Backpulver füllen (etwa ein halbes Tütchen) und die Serviette wieder verschließen.
- Jetzt das befüllte Servietten-Päckchen in die Flasche schieben, sodass es in dem Essig schwimmt.
- Korken schnell, aber nicht fest verschließen und abwarten!

Was passiert?:
- Die Serviette wird vom Essig durchtränkt und dabei kommt das Backpulver in Kontakt mit dem Essig.
- Nach kurzer Zeit wird der Korken mit Schwung aus der Flasche gedrückt. (Tipp: Seid geduldig, manchmal dauert es eine Weile.)
- Die Flasche rollt auf den Bleistiften in die entgegengesetzte Richtung des Korkens.

Warum?:
- Das Backpulver reagiert mit dem Essig, wenn dieser die Serviette durchtränkt. Dabei entsteht das Gas Kohlendioxid, erkennbar an der Schaum- und Blasenbildung.
- Dadurch steigt der Druck in der Flasche, es entsteht ein Überdruck: Der Korken wird nach außen gedrückt und fliegt weg.
- Da von der Flasche ein Teil ihrer Masse fortgeschleudert wird, entsteht ein Rückstoß. Die Flasche mit der restlichen Masse bewegt sich immer in die entgegengesetzte Richtung als der fortgeschleuderte Korken. Die Flasche bewegt sich mit der gleichen Kraft nach vorne, mit der das Gas nach hinten ausströmt.
- Der Rückstoß ist umso deutlicher zu erkennen, je leichter der zurückgestoßene Körper ist.

Das Prinzip des Rückstoßes finden wir auch in der Natur und im Alltag: beim Raketenantrieb, beim Schießen mit einem Gewehr oder bei einem Tintenfisch, der sich nach diesem Prinzip fortbewegt. Der Rückstoßantrieb ist übrigens die praktische Anwendung des dritten Newtonschen Gesetzes: jede Kraft hat eine gleich große Gegenkraft.

!Achtung!
Obwohl Haushaltsessig verwendet wird, ist Vorsicht bei diesem Experiment oberstes Gebot, denn es handelt sich um eine Säure. Aus diesem Grund den Versuch nur im Beisein der Eltern durchführen.

Das „springende“ Gummi-Ei

Material:
- 1 hart gekochtes Ei
- 2 rohe Eier
- Essig
- 3 Gläser

Durchführung:
- Legt die Eier jeweils in ein Glas. Das Glas mit dem gekochten Ei und ein Glas mit einem rohen Ei wird mit Essig angefüllt, bis das Ei bedeckt ist. Das zweite rohe Ei wird mit Wasser übergossen. Nun müsst ihr 24-48 Stunden warten.
- Nehmt die Eier vorsichtig aus den Flüssigkeiten und spült sie ab.
- Lasst nun die beiden rohen Eier abwechselnd in ein Waschbecken oder eine abwaschbare Unterlage fallen. Die Anfangshöhe liegt bei 10 cm und startet jedes Mal weitere 5 cm höher.

Was passiert?:
- Während bei dem rohen Ei in Wasser nichts passiert, bilden sich bei den Eiern in Essig Luftblasen an der Schale, die dann langsam an die Oberfläche sprudeln.
- Nach ein paar Stunden beginnt sich die Schale abzulösen und das Ei wird gummiartig.
- Wird das rohe Ei ohne Schale nun fallen gelassen, springt es wieder nach oben. Lässt man es aus zu großer Höhe fallen, platzt es und das Eiweiß läuft aus der Eihaut.

Warum?:
- Die Essigsäure reagiert mit dem Calciumcarbonat der Eierschale, wobei Kohlendioxid freigesetzt wird. Das ist ein aufsteigendes Gas, also die kleinen Luftbläschen.
- Das zurückgebliebene Calcium wird nun von der Flüssigkeit gelöst.
- Zum Vorschein kommt die Membran, die äußere weiche Haut, die das Eiweiß umgibt.
- Wenn man lange genug wartet, fällt noch auf, dass das rohe Ei ohne Schale regelrecht „aufgepumpt“ wirkt, also größer geworden ist: Denn durch die Hautmembran kann Wasser in das Ei dringen, wodurch das Ei stramm wird, aber gleichzeitig elastisch bleibt. (Dies funktioniert nicht bei gekochten Eiern, da die Hitze beim Kochen die Membran und das Eiweiß zerstört hat.)
- Durch diese Elastizität verhält sich das Ei wie ein Gummiball, wenn man es fallen lässt. Fällt es aus zu großer Höhe hinab, verformt der flüssige Inhalt die Eihaut so stark, dass sie platzt.

!Achtung!:
Obwohl Haushaltsessig verwendet wird, ist Vorsicht bei diesem Experiment oberstes Gebot, denn es handelt sich um eine Säure. Aus diesem Grund am besten eine Schutzbrille und Handschuhe tragen und den Versuch nur im Beisein der Eltern durchführen.

Hasen aus Klorollen

Anleitung zum Bau einer Hasen-Marionette

Material:
- 1 leere Klopapierrolle
- Faden (2 Stärken)
- 2 Strohhalme
- 4 Kugeln (alternativ Eicheln, kleine Steine, …)
- Stock
- Prickelnadel
- Schere, Kleber, Stift

Durchführung:
- Zwei Hasenohren auf Papier aufzeichnen und ausschneiden.
- Hasengesicht auf die obere Hälfte der Klorolle mit einem dicken Stift zeichnen.
- Vier Fäden von dem dickeren Garn abschneiden.
- Die beiden Strohhalme in acht gleichgroße Stücke schneiden.
- Nun nimmst du einen Faden und machst in das Ende ein Knoten. Dann fädelst du eine Kugel und zwei Strohhalme-Stücke auf. Das wiederholst du insgesamt viermal.
- Mit der Prickelnadel machst du fünf Löcher in die Rolle: Zwei am unteren Rand für die Beine, je eins links und rechts neben dem Gesicht für die Augen und eins auf der Rückseite für die Aufhängung.
- Dann fädelst du die Arme durch die entsprechenden Löcher und verklebst die Schnur in der Rolle mit Tesafilm.
- Dasselbe machst du mit den Beinen, nur das die Schnurenden hier verknotet werden.
- Von dem dünneren Garn benötigen wir drei Fäden. Diese knotest du am Ende der Arme fest und eins fädelst du durch die Aufhängung.
- An das andere Ende der dünneren Fäden legst du nun die Stock. An diesem befestigst du die jeweiligen Enden. Achte darauf, dass die Arme auf einer Höhe sind.

Nun ist deine Marionette fertig. Natürlich kannst du die Klopapierrolle auch bemalen oder andere Tiere basteln. Sei kreativ und viel Spaß beim Aufführen deines eigenen Puppentheaters!

Das Ei in der Flasche

Material:
- 1 hart gekochtes Ei
- 1 Glasflasche (z.B. eine Milchflasche, Flaschenhals muss etwas enger als der Durchmesser des Eies sein)
- heißes Wasser
- Eiswürfel
- 2 Schüssel

Durchführung:
- Das heiße Wasser in die Milchflasche fühlen und das hart gekochte Ei auf den Flaschenhals legen und leicht drücken, um zu demonstrieren, dass das Ei wirklich nicht in die Flasche passt.
- Das heiße Wasser ausgießen und die Flasche in eine Schale mit Eiswürfeln stellen. Das hart gekochte Ei wieder auf den Flaschenhals legen.

Was passiert?:
- Nach kurzer Zeit wird das Ei (scheinbar von Geisterhand) langsam durch den Flaschenhals gezogen.

Warum?:
- Durch das heiße Wasser werden die Flasche und damit auch die Luft in der Flasche aufgeheizt, wodurch sich die Luftmoleküle ausdehnen.
- Dann wird der Flaschenhals durch das Ei luftdicht verschlossen, so dass keine Luft von außen in die Flasche gelangen kann, und gleichzeitig wird die Flasche in Eiswürfel gestellt. Wenn dadurch die Luft in der Flasche abkühlt, ziehen sich die Luftmoleküle zusammen, da warme Luft mehr Raum einnimmt als warme. Hierdurch entsteht ein Unterdruck in der Flasche, so dass das Ei in die Flasche gezogen wird.

Das Ei aus der Flasche:
- Um das Ei wieder aus der Flasche zu bekommen, den Flaschenhals nach unten halten und heißes Wasser darüber gießen.
- Dadurch dehnen sich die Luftmoleküle in der Flasche wieder aus und drücken das Ei heile aus dieser heraus.