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Rezepte reich an Salz

Leicht und einfach nachzukochen

Salz und Haltbarkeit

Mit historischen Techniken der Konservierung zeigen wir Euch an unserem jährlichen Pökeltag, wie Ihr eure Lebensmittel so haltbar machen könnt, dass Ihr nie wieder Obst und Gemüse wegwerfen müsst. Auch Reste lassen sich mit der richtigen Methode einfach retten. Wir zeigen Euch natürlich noch andere Wege Lebensmittel zu konservieren: Ob gepökelt, im Salzbad, gedörrt oder eingelegt: früher waren unterschiedlichste Methoden der Haltbarmachung bekannt. Am 3. Oktober werden wir diese Techniken wieder aufleben lassen. Entdeckt und probiert viele spannende Rezepte für die eigene Küche zwischen 11 und 18 Uhr in den Westfälischen Salzwelten.

Süß-saurer Zucchinisalat zum Einkochen

Ihr braucht:
- 750 g gelbe und grüne Zucchini
- 1 Paprika
- eine Messerspitze Knoblauchgranulat
- 1 EL Salz
- 1 Tasse Zucker
- ¾ Tasse Kräuteressig
- ½ TL Sellerie
- 1 TL Senfkörner
- 1 TL Kurkuma
- 2-3 Einkochgläser

So geht´s:
- Zucchini und Paprika waschen, grob zerkleinern und alles in circa 3 mm breite Streifen schneiden oder mit der Küchenmaschine grob raspeln. Gemüse in eine große Schüssel geben.
- Die restlichen Zutaten für den Sud vermischen, bis sich der Zucker und das Salz aufgelöst haben.
- Den Sud über das Gemüse geben und mit einem Löffel gut vermengen. (Alternativ Handschuhe anziehen, um Verfärbungen durch das Kurkuma zu vermeiden.) Alles nun mindestens 3 Stunden stehen lassen, damit es durchziehen und sich Saft bilden kann.
- Das Gemüse in sterilisierte Einkochgläser füllen und den Saft gleichmäßig verteilen.
- Die Gläser nun im Einkochen oder im Backofen auf einem tiefen Backbleck zu 1/3 in Wasser stellen. Das Ganze bei 90°C für 30 Minuten ziehen lassen.

Tipp: Wenn ihr keine Lust auf das Einkochen habt, könnt ihr den Salat auch frisch essen, dann ist er noch sehr knackig.  

Eingelegte Tomaten

Ihr braucht:
- Einmachgläser
- 500 g Cocktailtomaten
- 100 g Salz
- 500 ml Wasser
- Kräuter nach Wahl (z.B. Basilikum, Thymian, Rosmarin, Oregano)

So geht´s:
- Wascht die Tomaten gründlich ab, schneidet an der Unterseite ein Kreuz ein, legt sie in ein Sieb und übergießt sie dann mit heißem Wasser.
- Nun könnt ihr die Tomaten schälen, am besten mit einem Kartoffelspießer und einem scharfen Messer.
- Dann schichtet ihr sie in einem sterilen Glas, wobei oben noch etwa 2 cm Platz zum Rand bleiben sollen.
- Darauf streut ihr nach Belieben die Kräuter.
- Anschließend wird das Salz in dem Wasser aufgelöst und über die Tomaten gegossen bis circa 1 cm unter den Rand.
- Nach dem luftdichten Verschließen der Gläser stellt ihr diese in einen großen Topf oder auf ein tiefes Backbleck, sodass die Gläser etwa 3 cm tief im Wasser stehen. Dann werden die Tomaten für 30 Minuten eingekocht. (im Backofen benötigt ihr 90°C)
- Eure eingemachten Tomaten sind nun mindestens ein Jahr lang haltbar und passen besonders gut zu sommerlichen Salaten.

Tipp: Verwendet nur frische Tomaten, die fest sind und keine Druckstellen aufweisen, denn weiche Früchte oder solche mit faulen Stellen eignen sich nicht zum Einwecken.
Und falls sie zu salzig geworden sind, könnt ihr euch die Osmose zunutze machen: Legt die Tomaten einfach für zwei bis drei Stunden in Leitungswasser!

Salzige Erdnuss-Schokolade

Ihr braucht:
- 2 Tafeln Zartbitterschokolade
- 1 Tafel Vollmilchschokolade
- 1 Becher Sahne
- 50 g Cornflakes
- 50 g Erdnüsse
- 2 EL feines Meersalz

So geht´s:
- Schokolade über dem heißen Wasserbad schmelzen und die Sahne langsam dazugeben, damit die Schokolade cremig und glänzend wird.
- Cornflakes ein wenig zerbröseln und Erdnüsse haken.
- Wenn eine homogene Schokoladenmasse entstanden ist, die Schale vom Wassertopf nehmen und die Erdnüsse, Cornflakes und das Salz einrühren.
- Nun legt ihr eine Auflaufform mit Frischhaltefolie aus und füllt die Schokoladenmasse dünn ein.
- Nach 2 bis 4 Stunden im Kühlschrank ist eure selbstkreierte Schokolade fertig.

Mixed Pickles auf Orientalisch

Ihr braucht:
- 2 große Gläser à 1 l Inhalt oder vier kleine à 500 ml
- 60 g grobes Meersalz
- 1 TL Zitronensäure (mit Lebensmittelkennzeichnung E330)
- 1 Spitzkohl (ca. 600 g)
- 150 g Möhren, 1 grüne Tomate, eine Handvoll helle Weintrauben, 1 rote Spitzpaprika und 1 rote Paprikaschote, junge Strauchbohnen, sehr kleine Cornichons
- 2-3 frische Peperoncini
- 1-2 Knoblauchzehen
- 2 TL schwarze Pfefferkörner
- 200 ml Weißweinessig
- 1 EL Kichererbsen

So geht´s:
- 1,7 l Wasser mit Salz und Zitronensäure aufkochen und erkalten lassen.
- Spitzkohl waschen, vierteln und ohne Strunk und harte Blattrippen in mundgerechte Stücke schneiden.
- Möhren schälen, in dicke Scheiben schneiden.
- Das übrige Gemüse waschen.
- Die Stiele von den Tomaten entfernen, nur die größeren halbieren oder vierteln.
- Paprika vierteln, Bohnen halbieren und Knoblauch schälen.
- Das Gemüse abwechselnd mit den Pfefferkörnern in die beiden sterilisierten Gläser schichten. Die Kichererbsen darauf streuen.
- Das erkaltete Wasser mit dem Essig verrühren und über das Gemüse gießen.
- Verschlossenen Gläser müssen nun vier Wochen an einem kühlen, dunklen Platz ziehen, bevor das Gemüse probiert werden kann.

Übrigens: Eure orientalischen Pickles sind zwei bis drei Monate haltbar, sobald sie fertig sind.

Salzige Honignüsse

Ihr braucht:
- 20 g Butter
- 2 EL Honig
- 2 Prisen Cayennepfeffer
- 1 EL Meersalz
- 300 g gemischte Nüsse (geschält)
- ½ TL Garam Masala

So geht´s:
- Butter und Honig bei mittlerer Temperatur schmelzen in einem Topf schmelzen.
- Pfeffer und ½ EL Salz unterrühren. Nüsse dazugeben.
- Alles auf ein Backblech mit Backpapier geben und 10 Min. bei 160°C rösten.
- In den Topf zurückgeben, mit dem restlichen Salz sowie dem Garam Masala verrühren und abkühlen lassen.
- Luftdicht verpackt sind eure salzigen Honignüsse vier Wochen lang haltbar.

Salzige Karamellbutter

Ihr braucht:
- Kleine Schraubgläser
- 200 g Zucker
- 100 g Butter
- 175 g Schlagsahne
- 2 Prisen Fleur de Sel

So geht´s:
- In einer beschichteten Pfanne den Zucker bei schwacher Hitze zu hellgoldenem Karamell schmelzen lassen.
- Butter in kleinen Stückchen einrühren, bis ein cremiges Karamell entsteht, und zwei Prisen Salz dazugeben. Wer es gerne salzig mag, kann auch etwas mehr hinzugeben.
- Die Sahne erwärmen, aber nicht zum Kochen bringen, und anschließend vorsichtig in das Karamell einrühren und die Creme zwei Minuten aufkochen.
- Anschließend in die vorher ausgekochten und sterilen Gläser abfüllen.
- Die Butter ist im Kühlschrank einen Monat haltbar.

Explodierende Zitronenbrausebonbons

Albus Dumbledores Lieblingsbonbons aus Harry Potter

Ihr braucht:
- drei Teile Zucker
- drei Teile selbstgemachtes Brausepulver

So geht´s:
- Zucker und Brausepulver gut vermischen.
- Alles in einer kleinen, beschichteten Pfanne langsam erhitzen.
- Die Masse dabei ständig, aber langsam umrühren.
- Wenn sie etwas zäher geworden ist, nehmt ihr die Pfanne vom Herd und lasst das Ganze abkühlen.
- Anschließend die Masse in kleine Stücke zerbröseln.

Nun explodieren die Bonbons beim Lutschen in eurem Mund!
Tipp: Überrasch deine Freunde! Biete ihnen ein Bonbon an, sag ihnen aber vorher nichts von ihrer Wirkung. Dann kannst du Gesichter sehen! 😊

Prickelndes Brausepulver

Einfach & schnell Selbermachen

Ihr braucht:
- 5 TL Zitronensäure (wichtig: mit Kenn-Nr. E330 für die Lebensmitteltauglichkeit)
- 2 EL Natron
- 6 EL Puderzucker
- 3 EL Wackelpuddingpulver (Farbe & Geschmack nach Belieben)
- kleine Schraubgläser

So geht´s:
- Gebt alle Zutaten in eine Schüssel und mischt alles gründlich durch.
- Füllt die Brause nun in eure kleinen Gläser, verschließt sie und schüttelt noch einmal kräftig.
- Damit sich euer Brausepulver lange hält, lagert es trocken.

Tipp: Lasst euer Brausepulver nach der Herstellung am besten einen Tag stehen, dann funktioniert es besser!

Verwendung:
1. Ihr könnt das Brausepulver mit einem kleinen Teelöffel in euren Mund geben. Dort zergeht die prickelnde Mischung auf eurer Zunge.
2. Oder ihr gebt die Brause in ein Glas Wasser. Dort beginnt die chemische Reaktion: es reagiert die Zitronensäure mit dem Natron, wodurch Kohlenstoffdioxid entsteht. Das Wasser fängt also an zu blubbern. Dies verursacht auch das Prickeln auf eurer Zunge. Natürlich könnt ihr das Brausewasser anschließend trinken.

!Achtung!:
Obwohl lebensmitteltaugliche Zitronensäure verwendet wird, ist Vorsicht bei diesem Rezept oberstes Gebot, denn es handelt sich um eine Säure. Aus diesem Grund den Versuch am besten nur im Beisein der Eltern durchführen.

Salzige Würzpaste

Eine selbstgemachte Alternative zur Instant-Gemüsebrühe

Ihr braucht:
- 1 kg (Wurzel)Gemüse, z.B. Karotten, Knollensellerie, Pastinaken, Petersilienwurzel, Steckrübe, Lauch oder Zwiebeln
- 200-500 g Salz (je nach Geschmack)
- mehrere Schraubgläser

So geht´s:
- Das Gemüse waschen und abtrocknen.
- Schält die Gemüsesorten, bei denen es notwendig ist, und zerkleinert alles grob.
- Gebt nun das Gemüse in eine Küchenmaschine und zerkleinert alles zu einer feinen Paste. Alternativ könnt ihr auch einen Pürierstab oder einen Multizerkleinerer nutzen.
- Wenn die Paste fein genug ist, rührt die nach eurem Geschmack passende Menge Salz sehr gründlich unter, damit alles gut vermengt ist.
- Nun braucht ihr die Paste nur noch in ausgekochte Schraubgläser füllen und fest andrücken.
- Lagert die Gläser im Kühlschrank, dann hält sich die Paste bis zu einem Jahr, und entnehmt sie am besten immer mit einem sauberen, unbenutzten Löffel oder Messer.

Verwendung:
Ein gehäufter Teelöffel eurer selbstgemachten Würzpaste ersetzt einen gekauften Brühwürfel. Wenn ihr 500 ml heißes Wasser darauf gießt, erhaltet ihr eine leckere, schnell zubereitete Gemüsebouillon.
Sie eignet sich auch super als universelles Würzmittel für Suppen, Currys, Pürees, Dips und vieles mehr. Aber Vorsicht, da die Paste sehr salzig ist, nur sparsam nachwürzen.