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Sonderausstellungen

Westfaelische Salzwelten / Ausstellungen / Sonderausstellungen

Aktuelle Sonderausstellung

Eierlei Osterschätze. Zwischen Tradition und Moderne





Eierlei Osterschätze in den Westfälischen Salzwelten

Ei wie Salz umspannen die Welt: Zahlreiche Mythen und Religionen sehen in dem Ei den Ursprung von Welt und Mensch, dessen Leben ohne Salz undenkbar ist. Durch das Zerspringen der Schale und dem Hervorbringen von neuem Leben wird das Ei zu einem Symbol, in dem sich Fruchtbarkeit, Neuanfang und Transzendenz ausdrücken. Dies zeigt sich auch im alten Brauchtum der Ostereier, die zum Osterfest verschenkt, dekoriert oder gegessen werden. Dabei versinnbildlichen sie die Auferstehung Jesu, den Frühlingsanfang und das Ende der Fastenzeit. Über 200 Eier aus der umfangreichen Osterschätze-Sammlung der 2017 verstorbenen Künstlerin Ute Kugel-Erbe zeigen diese Symbolik in der Verbindung von Kunsthandwerk und Tradition. Gemalt, gekratzt, lackiert: Die gestalterischen Techniken sind heute genauso vielfältig wie die Motive, die die historische und religiöse Bedeutung des Osterfestes verdeutlichen. Ausgestaltet sind die Eier mit Fundstücken zu den unterschiedlichen Osterriten in Westfalen. Daneben veranschaulichen die Eier verschiedene österliche Brauchtümer in ganz Europa. Matrjoschka-Eier aus der Ukraine, ein Kobaltporzellan-Ei oder hölzerne Glückseier aus China, die zur Hochzeit oder Geburt eines Kindes verschenkt werden, führen die weltweiten Eier-Traditionen vor Augen. Ihr Ursprung ruht zumeist auf den Mythos des Welteneis, aus dem unser Kosmos geboren wurde. Unsere Osterwerkstatt lädt kleine und große Besucher*innen zur interaktiven Suche nach österlichen Schätzen und Mythen ein.

Die Sonderausstellung findet bis 25. April 2020 statt.

Vergangene Ausstellungen

"Mineralwasser erleben!" – eine prickelnde Reise ins Land des Sprudels

Die Wanderausstellung des Verbandes Deutscher Mineralbrunnen erfrischt im Sommer die Westfälischen Salzwelten

Der Sommer wird heiß – was hilft da besser beim Abkühlen, als ein prickelndes Mineralwasser? Mit oder ohne Sprudel? Classic, medium oder doch still? Vom 5. Juli bis zum 27. September zeigt das Erlebnismuseum Westfälische Salzwelten mit der Sonderschau „Mineralwasser erleben“ – einer Wanderausstellung des Verbandes Deutscher Mineralbrunnen – dass es auf der Reise ins Land der Sauerbrunnen, mehr spannende Themen gibt, als die Frage „mit oder ohne Kohlensäure?“.





Mineralwasser

149 Liter Mineralwasser trinken der Durschnittsdeutsche oder die Durchschnittsdeutsche jährlich im Schnitt. Bevorzugt mit Kohlensäure und klingenden Namen. Das wirkt auf den ersten Blick nicht wie eine große Zahl, übersteigt jedoch den durchschnittlichen Bierkonsum mit 102 Liter und den Weinkonsum bei 28 Liter pro Kopf, enorm. Hinzu kommt, dass die Zahlen des Mineralwasserkonsums seit den 80er Jahren stetig weiter in die Höhe schnellen. Trotzdem wirkt es nicht so, als könnte man mit dem Thema Mineralwasser ganze Museen füllen - dass dem nicht so ist, zeigt die Wanderausstellung "Mineralwasser erleben!", die vom 5. Juli bis zum 27. September 2019 in den Westfälischen Salzwelten in Bad Sassendorf gastiert.

Die Sonderschau lässt Besucherinnen und Besucher erfahren, dass in Mineralwasser mehr steckt, als ein Kohlensäuregehalt von "Classic, medium oder doch still".  Auf der Reise ins Land der Sauerbrunnen begeben sich Erfrischung suchende Besucherinnen und Besucher jeden Alters an die Quelle der Entstehung unserer Mineralwasser und erfahren an interaktiven Stationen in der Ausstellung spielerisch allerlei Wissenswertes über die deutschen Mineralbrunnen: Wie wandelten sie sich von einem Luxus- und Exportprodukt der Reichen und Schönen zum Alltagsgetränk für jedermann? Wofür benötigt der menschliche Körper Wasser und wie viel davon sollte es täglich sein? Wie beeinflusst der Mineralstoffgehalt eines Wassers seinen Geschmack und ist somit Spiegel der regionalen Diversität? Und wie entsteht Mineralwasser eigentlich? Die Ausstellung ermöglicht außerdem einen kleinen Streifzug durch die historische Entwicklung der Wasserflaschen und durch die Vielfalt der deutschen Mineralbrunnen – denn für jeden Geschmack gibt es das passende Wasser.

Erfrischende Rahmenangebote runden das Programm zur Sonderausstellung ab. Im Sommerferienprogramm „Salz, Selters, Sauerbrunnen“ (15. – 19. Juli und 29. – 2. August, jeweils 10 bis 13 Uhr, mit Anmeldung unter 02921-9433435) erforschen Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren Mineralwasser und seine Inhaltsstoffe. Pro Kind und Woche kostet die Teinahme 65 Euro. Am Donnerstag, den 8. August, geht der Mineralwasser-Experte Jürgen Behnke bei einem spannenden Vortrag um 18.30 Uhr der Frage nach: „Kann Mineralwasser Bio sein?“. Der Wassersommelier Hermann-Josef Veith zeigt großen und kleinen Mineralwasserfans am 1. September von 11 Uhr bis 17 Uhr, dass es für jeden Geschmack und Anlass das optimale Wässerchen gibt, und vermittelt interaktiv in der Sonderausstellung alles, was ein Seltersexperte wissen muss.

Zusatzveranstaltungen

August 2019
29.7. -2.8. „Salz, Selters, Sauerbrunnen“ – Ferienspiele Runde II | Kinder von sechs bis elf Jahren                     
10-13 Uhr - Kosten: 65 Euro pro Woche
8.8. Do - Vortrag "Kann Mineralwasser Bio sein?"
18:30 Uhr - vom Mineralwasser-Experte Jürgen Behnke
Kosten: 5 Euro Eintritt, mit Kurkarte 3,50 Euro pro Person

September 2019
1.9. So - "Mineralwasser-Aktionstag“ zur Sonderausstellung
11-17 Uhr - Tasting, Experimente und weitere Aktionen mit dem Wassersommelier  Hermann-Josef Veith
Kosten: Eintritt





Kohle & Sole

Sonderausstellung „Kohle und Sole. Stoffgeschichten zwischen Ruhrgebiet und Hellweg“

Vom 16. November 2018 bis 31. März 2019

Erlebnismuseum Westfälische Salzwelten zeigt das Zusammenspiel zwischen Industrie im Ruhrgebiet und Kurorten am Hellweg

Im Jahr des Ausstiegs aus dem deutschen Steinkohlenbergbau nimmt sich auch das Erlebnismuseum Westfälische Salzwelten dieses Themas an und beleuchtet den Zusammenhang von „Kohle und Sole“ als Stoffen, die auch die Menschen der beiden Räume verbanden, und mit einem Perspektivwechsel, indem aus dem Hellweg auf das Ruhrgebiet geschaut wird.

Denn es waren und sind vor allen Dingen die Menschen aus dem Ruhrgebiet, die östlich des Röllingser Grabens Erholung, Erfrischung, Auszeit und „Wellness“ suchen. Sie folgten gewissermaßen der Kohle, die ursprünglich in die Siedehütten der Hellwegs-Sälzer flossen, um dort aus Sole Salz zu gewinnen. Doch schon bald löste die Sole zunächst das Salz als Hauptattraktion der sich zu Badeorten wandelnden Sälzerorte ab. Wenn die Steinkohle geht, so wird die Sole bleiben (wenn sie nicht in die Grubenwasserwirtschaft abfließt), und sie wird auch als Energiespeicher für erneuerbare Energien helfen, die Abhängigkeit von Kohle als Energieträger zu erreichen.

Die Beziehung zwischen den beiden Räumen setzt sich also fort, denn die Gesundheit, die Bergleute und ihre Kinder hier suchten und fanden, werden die Badeorte verstärkt auch in Zukunft anbieten und damit den Zusammenhalt zwischen den Regionen sogar immer weiter erhöhen.

Diese Stoffgeschichten von Energie, Handel, Reichtum, Siechtum und Gesundheit erzählen die Westfälischen Salzwelten ab dem 16.11.2018 und zeigen auch traditionell mit innovativen Interaktionsangeboten auf einem kleinem Raum eine dichte Erlebnisausstellung. 

Bis zum 31. März 2019 wird ein umfassendes Rahmenprogramm die Ausstellung begleiten. Als regionales Projekt werden parallel Veranstaltungen in Unna stattfinden. Die speziellen Vermittlungsangebote der Westfälischen Salzwelten für die Sonderausstellung können von Schulklassen und Besuchergruppen gleichermaßen gebucht werden. Die Mitmachangebote können zudem gleichsam an den Spielorten der regionalen Partnergemeinden durchgeführt werden. Gleich am Sonntag, 25.11.2018, geht es in den Salzwelten los, wenn dort ein Workshop zum Zeichnen mit Kohle stattfindet. Dieses Angebot richtet sich an Kinder, Erwachsene und Familien, während bei „Winterwarm mit Wärmekissen und Kohle“ 6- bis 11-Jährige quasi mit Erde und Wasser Wärme machen. Das erste öffentliche Angebot dieser Art findet bereits am 16.12. statt.

Ein besonderes Highlight der Sonderausstellung, die auf 120 m² ein wichtiges, aktuelles Thema der Ortsgeschichte aufgreift, um die Wechselwirkungen zwischen industrieller Entwicklung im Ruhrgebiet und dem Gedeihen des Kurorts am Hellweg zu würdigen, sind die partizipativen Angebote für Menschen, die ihre Erinnerungen an die Kur, die Arbeit im Ruhrgebiet und den Umzug an den Hellweg teilen möchten:  Rund um Kohle, Sole und Salz kommen Menschen dabei zu Wort und werden in einer exklusiven App in der Ausstellung erlebbar. So besteht auch die Möglichkeit, weitere Erinnerungen zu sammeln und sie später in der Ausstellung zu ergänzen.

Der Höhepunkt im Rahmenprogramm folgt mit der Großveranstaltung „Feuerwelten 2019. Feuerkohlen – Kohlenfeuer“ vom 1.-3.2.2019. Das Programm entführt die Besucher auf eine imaginierte Grubenfahrt ins Bergwerk der Phantasie und der Träume. Dabei erleben die Menschen auch Bergbaugeschichte und kulinarische Genüsse rund um Kohle und Sole.

Die Ausstellung wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.