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Sonderausstellungen

Westfaelische Salzwelten / Ausstellungen / Sonderausstellungen

Aktuelle Sonderausstellung

Eierlei Osterschätze. Zwischen Tradition und Moderne

Verlängert bis zum 31. Mai 2020





Eierlei Osterschätze in den Westfälischen Salzwelten

Ei wie Salz umspannen die Welt: Zahlreiche Mythen und Religionen sehen in dem Ei den Ursprung von Welt und Mensch, dessen Leben ohne Salz undenkbar ist. Durch das Zerspringen der Schale und dem Hervorbringen von neuem Leben wird das Ei zu einem Symbol, in dem sich Fruchtbarkeit, Neuanfang und Transzendenz ausdrücken. Dies zeigt sich auch im alten Brauchtum der Ostereier, die zum Osterfest verschenkt, dekoriert oder gegessen werden. Dabei versinnbildlichen sie die Auferstehung Jesu, den Frühlingsanfang und das Ende der Fastenzeit. Über 200 Eier aus der umfangreichen Osterschätze-Sammlung der 2017 verstorbenen Künstlerin Ute Kugel-Erbe zeigen diese Symbolik in der Verbindung von Kunsthandwerk und Tradition. Gemalt, gekratzt, lackiert: Die gestalterischen Techniken sind heute genauso vielfältig wie die Motive, die die historische und religiöse Bedeutung des Osterfestes verdeutlichen. Ausgestaltet sind die Eier mit Fundstücken zu den unterschiedlichen Osterriten in Westfalen. Daneben veranschaulichen die Eier verschiedene österliche Brauchtümer in ganz Europa. Matrjoschka-Eier aus der Ukraine, ein Kobaltporzellan-Ei oder hölzerne Glückseier aus China, die zur Hochzeit oder Geburt eines Kindes verschenkt werden, führen die weltweiten Eier-Traditionen vor Augen. Ihr Ursprung ruht zumeist auf den Mythos des Welteneis, aus dem unser Kosmos geboren wurde. Unsere Osterwerkstatt lädt kleine und große Besucher*innen zur interaktiven Suche nach österlichen Schätzen und Mythen ein.

Die Sonderausstellung findet bis 25. April 2020 statt. Verlängert bis 1. Juni 2020!

Kommende Ausstellungen

Darf ich bitten? Vom Kurschatten und Tanztee

Bereits Ovid empfiehlt in der Antike zu den Schwefelthermen nach Baiae zu reisen, wenn Mann eine Frauenbekanntschaft suche. Obwohl der Kurschatten und der Tanztee Erscheinungen der Neuzeit sind, scheinen diese Phänomene seit jeher bekannt. In den öffentlichen Badehäusern im Mittelalter badeten beide Geschlechter gemeinsam. Aber nicht die Reinigung des Körpers stand im Vordergrund, sondern das gesellschaftliche Vergnügen mit Musik, Tanz und Trunk. Besonders ausschweifende Liebeleien prägten das Bild. Nach diesem festlichen Treiben folgte eine regelrechte Angst vor dem Wasser. Erst im 19. Jahrhundert kamen erste Badekuren in Deutschland auf, die sowohl der Reinigung als auch der Förderung der Gesundheit dienten. Zugleich wurde in England der Teetanz als nachmittägliches Gesellschaftsereignis eingeführt. Schnell wurde er von den Kurorten adaptiert, um den Gästen ein breites Vergnügungsangebot zu bieten. Die neuen Freiheiten des Kurlebens abseits des alltäglichen Lebens erleichtern die Begegnung mit der Gestalt des Kurschattens, mit der der Kurgast am Nachmittag auch zum Tanztee aufbricht. Heute finden die Veranstaltungen nur noch vereinzelt in den Kurorten statt, wo sie zu einer festen Institution geworden sind. Von nah und fern reisen ältere Menschen für dieses Vergnügen an. Aus diesem Grund wird es häufig von Außenstehenden als „Seniorentanz“ bezeichnet. So bleibt offen, ob auch in Zukunft Tanztees ausgerichtet werden, denn das Interesse am gesellschaftlichen Paartanz schwindet. Die Ausstellung führt auf eine Reise durch die Geschichte des Badens mit all seinen Vergnügungen von der Antike bis zum heutigen Kurschatten und dem Tanztee. Menschen und ihre Dinge führen die lebhafte Tradition vor Augen, werfen aber auch in Zeiten von digitalen Musikvideo-Apps wie TikTop die Frage auf, was danach kommen wird. Die Besucher und Besucherinnen sowie insbesondere Kinder und Jugendliche sind eingeladen, aktiv darüber zu diskutieren, aber auch ihre Vorstellungen und Wünsche in die Ausstellung zu integrieren.

Die Ausstellungseröffnung findet am 3. September um 18.00 Uhr statt.
4. September 2020 bis 10. Januar 2021

Vergangene Ausstellungen





Mineralwasser
„Mineralwasser erleben!“ – Eine prickelnde Reise ins Land des Sprudels
5. Juli – 27. September 2019




Sonderausstellung Kohle & Sole
Kohle & Sole. Stoffgeschichten zwischen Ruhrgebiet und Hellweg
16. November 2018 – 22. April 2019




Hof Haulle
Märchenhafter Hof Haulle. Fotografien von Sigurd Storch-Cicogna
14. Juni – 16. September 2018




Kinderausstellung
Salz. Von der Saline zur Salzlette – Kinderausstellung
25. November 2017 – 25. Februar 2018




KG Schmidt Sonderausstellung
Die kristalline Welt des K.G. Schmidt – Hellweg Konkret
7. September – 19. November 2017




Jungbrunnen Sole
Jungbrunnen Sole. 200 Jahre Baden in Westfalen
13. April – 31. Juli 2017




Albert Otto
Albert Otto. „Sassendorfer Landschaften“
23. November 2016 – 28. Februar 2017




Visions of Salt
„Visions of Salt“ von Fred Lange
27. Februar – 13. Oktober 2016




Mooreiche
Die Mooreiche aus dem Teufelsmoor. Rainer Paral
26. September – 18. Dezember 2015